I teach and write about books, slow mornings, and the occasional recipe that actually works—start with the essays.
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Wofür bist Du auf der Welt? Welchen Sinn gibst Du Deinem Leben? Einige Antworten:
Schaukel Dein Ding und hab Spaß im Leben.
Kim BasingerEin engagiertes Leben hinterlassen, der Menschheit dienen.
Martin Luther KingGenießen und ehrlich sein.
Freddie MercuryDen Menschen ein Lächeln schenken – und eine Brücke zum anderen bauen.
Claudia RuppWeiteres Feuer:
Wenn wir das wahre Glück finden wollen, verlangt das von uns, dass wir gleichzeitig unsere Sicht der Welt und unsere Art zu denken transformieren.
XIV. Dalai LamaWie erkenne ich, ob ich Sinn gefunden habe? Es ist das Gefühl, leben zu wollen, im Hier und Jetzt – auch wenn die Umstände schwierig sind.
Prof. Uwe Böschemeyer, PsychotherapeutIch sehne mich nach einfachen Formen, nach einer stillen, natürlichen Lebensweise, wo Herz zum Herzen spricht. Und wo man das Beste hat: Ehrlichkeit, Liebe, Freiheit.
Theodor Fontane, deutscher Schriftsteller, 1819 – 1898Wer nicht aus Liebe zur Sache arbeitet, sondern nur des Geldes willen, der bekommt gar nichts: Weder Geld noch Glück.
Charles M. Schwab, amerikanischer Stahlindustrieller, 1862 – 1939Wohin Du auch gehst, geh mit Deinem ganzen Herzen.
Konfuzius, chinesischer Philosoph, 551 – 479 v. Chr.Es ist falsch, dass im Leben die „Umstände“ entscheiden. Im Gegenteil: Die Umstände sind immer der neue Kreuzweg, an dem unser Charakter entscheidet.
José Ortega y Gasset, spanischer Philosoph, Soziologe und Schriftsteller 1833 – 1955Erst wenn wir uns dem Dunkel stellen, wird uns der Schritt ins Licht geschenkt.
Julius Kardinal Döpfner, Münchener Erzbischof, 1913 – 1976Ich empfinde es als Offenbarung, in einer Dunkelkammer zu stehen und zu beobachten, wie Entwicklerflüssigkeit weißes Fotopapier langsam in ein Bild verwandelt. Lehrbücher sagen, das alles sei Chemie – aber für mich ist es reine Magie.
Gloria Lee, StudentinStaunen wird der Vielfalt des Lebens eher gerecht als der Versuch, die Welt durch Logik und Analyse zu erklären.
Georg Rupp -
Neujahr 2018.
„Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ Dieser Gedanke des englischen Philosophen Francis Bacon (1561-1626) ist es sicherlich wert, uns alle – ca. 400 Jahre später – in das neue Jahr zu geleiten.
Wofür können wir dankbar sein?
Da ist es hilfreich, genau hinzuschauen, mit Aufmerksamkeit den Tag zu durchschreiten. Es ist die kleine, stille Freude des Augenblicks, für die wir auch in diesem neuen Jahr dankbar sein dürfen. Denn das Leben ist bunt. Nur die Farben müssen wir selber mischen.
Theodor Fontane (1819-1898), der deutsche Schriftsteller, drückte seine Sehnsucht auf seine eigene Weise aus: „Ich sehne mich nach einfachen Formen, nach einer stillen, natürlichen Lebensweise, wo Herz zum Herzen spricht. Wo man das Beste hat: Ehrlichkeit, Liebe, Freiheit.“
Heute können wir T-Shirts mit allen möglichen Sprüchen und Bildern bedrucken. Meistens sind sie des Hinschauens nicht wert. Vor kurzem aber fiel mein Blick auf die Textzeile: „Alles, was du dir wünschst, liegt auf der anderen Seite der Angst.“ – Wie wahr! Vertrauen, Mut, Zuversicht, Freude, Liebe.
Möge in diesem neuen Jahr nicht die Angst – trotz der politischen Großwetterlage – unser ständiger Begleiter sein, mögen Humor, Lachen und Lebensfreude überwiegen. Jeder Tag ist ein neuer Anfang. Wir können ihn jeden Morgen dankbar begrüßen. In der Waagschale des Lebens hat Dankbarkeit Gewicht.
Und was ist mit dem so viel zitierten Glück? Ratgeberbücher zu diesem Thema gibt es wie Sand am Meer. Sind wir dadurch glücklicher geworden? Seit Francis Bacon wissen wir: „Es sind die Dankbaren, die glücklich sind!“
Hoffen dürfen wir natürlich immer. So gibt es eine Geschichte über den Atomphysiker Nils Bohr. Ein Kollege besuchte ihn in dessen Landhaus und sah, dass ein Hufeisen über der Eingangstüre hing. „Professor!“ sagte er, „Sie? Ein Hufeisen? Glauben Sie denn daran?“ Worauf Bohr antwortete: „Natürlich nicht. Aber wissen Sie, es soll einem auch helfen, wenn man nicht daran glaubt.“ – Soweit diese kleine Anekdote.
Dennoch: Für ein gutes, zufriedenstellendes neues Jahr wünsche ich Ihnen, dass Sie mehr Ihrer Kraft und Ihren Ideen vertrauen als Ihrem Glück.
Wir alle können aus unserer spontanen Lebensfreude schöpfen. Aus unseren mitmenschlichen Begegnungen, aus unserer Herzenswärme. Freuen Sie sich mit mir auf jeden neuen Tag im kommenden Jahr. Mischen wir tagtäglich unsere Farben neu. Dann wird unser Leben bunt.
In herzlicher Verbundenheit
Georg Rupp
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Für meinen ersten Weihnachtsbrief in diesem Blog habe ich das Thema „Besinnung“ gewählt. Besser gesagt: Es war auf einmal „da“, ging mir nicht mehr aus dem Kopf.
In diesem Wort ist der „Sinn“, sind die „Sinne“ enthalten. Wünschen wir uns nicht auch „besinnliche Weihnachten“?
Der Weg in die Besinnung ist gar nicht so weit. Die Sehnsucht nach Stille, nach innerem Frieden, ist uns mit auf unseren Lebensweg gegeben. Kurt Tucholsky, der Schriftsteller, Journalist und Kritiker (1890-1935) schrieb: „Man muss aus der Stille kommen, um etwas Gedeihliches zu schaffen. Nur in der Stille wächst dergleichen.“
Alles Große geht durch die Stille. Im Zeitalter der uns überflutenden sozialen Medien, von Facebook, Twitter, Instagram, im Zeitalter ständiger Erreichbarkeit sind wir „besinnungslos“ von Lärm umgeben. Das lässt uns unruhig und hektisch werden.
Unsere Städte sind dauerhafte Lärmquellen geworden – und machen uns dadurch krank! Und vor lauter Neon-Leuchtmitteln bleibt uns das Wunder des Sternenhimmels verborgen. Auch unsere Schmückerei im Advent ist mehr geworden. Früher gab es einen Weihnachtsbaum mit Kerzen und Lametta, die eine oder andere Kugel zur Zierde. Das machte glücklich und reichte uns.
Irgendwann hingen die ersten Strohsterne im Fenster, später die ersten Lichterketten. Dann wurde im Vorgarten der erste Busch illuminiert, und die Event-Fans fingen an, aufblasbare Weihnachtsmann-Attrappen an die Hauswände zu nageln. Mit Glühbirnen wie auf einem Rummelplatz.
Kurze Zeit später entbrannte eine Art Wettbewerb mit einem kompletten Rentierschlitten auf dem Dach und einer Lichtinstallation, die in Intervallen „Happy Christmas“ aufleuchten ließ. Fehlt jetzt nur noch die ganze Rentierherde mit blinkenden Augen im Garten, die Tag und Nacht Weihnachtslieder blökt. Weniger wäre mehr.
Was ist aus der Stille, der Konzentration auf das Wesentliche und Einzigartige geworden? Stille und Besinnung sind nichts Alltägliches mehr. Stille ist nicht mehr Wert an sich, sie ist zum Luxus geworden, den man sich gönnt, um sich etwas Gutes zu tun.
Gerade an den Festtagen können wir unsere Routine durch achtsames Innehalten unterbrechen. Wir können unseren Atem spüren, ein paar tiefe Atemzüge machen und darauf achten, wie die Luft durch die Nase fließt, die Lunge füllt, den Körper wieder verlässt. Wir können ein paar Minuten in die Stille gehen – und wir können uns Zeit für Dankbarkeit nehmen. Uns bewusst werden, wofür wir in unserem Leben dankbar sind. Ohne Dankbarkeit gibt es keine Versöhnung mit uns selbst und den anderen. Und ohne Versöhnung gibt es keine Weisheit – und keine Weihnacht!
Ein erfülltes Leben setzt also Auszeiten und Ruhephasen voraus. Einen harmonischen Rhythmus zwischen außen und innen, zwischen laut und leise, piano und forte.
Wir feiern Weihnachten. Geben wir der Stille Raum. Und stellen wir uns die Frage nach der Richtung unseres Lebensweges. Eine Antwort können uns die christlichen Mystiker geben, die die Frage stellten: Wie lang ist der Weg des Lebens? – Ihre Antwort darauf ist so einfach wie tiefgründig: „Der Weg des Lebens ist 30 Zentimeter lang. Er reicht vom Kopf ins Herz.“ Diesen Weg zu gehen, ist unsere Aufgabe. Öffnen wir zu Weihnachten unser Herz und wagen wir mehr Liebe.
In herzlicher Verbundenheit
Georg Rupp
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Was heißt das eigentlich: „Außer Rand und Band?“ Jeder hat schon einmal Aussagen von Menschen gehört, die – wie vom Blitz getroffen – aus Freude, aus Überraschung oder aus Betroffenheit ausrufen:
„Ich bin völlig aus dem Häuschen!“
„Ich bin fassungslos!“
Man muss sich diese Worte einmal durch Geist und Seele gehen lassen:
„Jetzt bin ich aus dem Häuschen!“ heißt doch: Ich bin total aus dem Rahmen des Üblichen gefallen, habe meinen Halt verloren, mein Koordinatensystem stimmt nicht mehr… Ist im wahrsten Sinne des Wortes „ver-rückt“.
Alles, was mich bisher gehalten hat, meine Maßstäbe, Normen, mein gesunder Menschenverstand, meine Sichtweise der Welt, ist ver-rückt, zur Seite gerückt, nicht mehr an dem Platz, an dem es immer war.
„Ich bin fassungslos!“ heißt so viel wie: Ich habe meine Fassung verloren, die Birne ist nicht mehr in der Verschraubung, sie hängt freischwebend im Raume, alles, was mir bisher Stabilität gab, ist weg. Der Boden unter den Füßen fehlt.
Aus dem Häuschen sein, aus dem Rahmen fallen, aus der Reihe tanzen, völlig losgelöst sein … sind ausgesprochen nützliche Begriffe, für die ich der deutschen Sprache sehr dankbar bin. Da haben kluge Köpfe passende Worte für ein Lebensgefühl gefunden. Aber: Dürfen wir „außer Rand und Band“ sein? Dürfen wir „aus dem Rahmen fallen“?
Wir dürfen es nicht nur, wir sollten es! Wer immer im selben Rahmen bleibt, verwickelt sich. Wer sich auf eine Sache versteift, versteift an Körper, Geist und Seele.
Stell Dir das Leben vor wie einen Weg mit Leitplanken: Wer aus Angst, vom Weg abzukommen, immer in der Mitte bleibt, der kann sich selbst nicht erfahren. Wer mit Scheuklappen durchs Leben geht, bleibt eng und starr und furchtsam. Er bleibt im wahrsten Sinne des Wortes „mittel-mäßig“. Die Mitte muss sich der Mensch erarbeiten. Dabei sollte er schon mal vom Weg abkommen, um nicht auf der Strecke zu bleiben!
Wer keine Angst vor den Grenzen, vor den Leitplanken, vor den bisherigen Rändern seines Lebens hat … wer schon mal (legal!) über Grenzen geht …wer Neuland betritt … der lebt intensiver. Nur wer Ungewohntes wagt, ent-wickelt sich.
Wer neugierig auf die Polaritäten seines Lebens ist, sie erfährt und integriert, der kann in und aus seiner Mitte leben. Der genießt und akzeptiert jeden Zentimeter seines Lebens-Weges. Zur einen und zur anderen Seite, im Rückspiegel und nach vorn. Der ist offen für Wandlungen. Auf dem Wege eines gelungenen und reichen Lebens.
In herzlicher Verbundenheit
Georg Rupp
Aus: Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben“ – Dr. phil. Georg Rupp (Macht Sinn GbR, 1. Aufl. 2004, ISBN 978-3938270028, Preis 29,80 €)
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An anderer Stelle auf dieser Website findet Ihr Worte der Weisheit von meinem Mentor Dr. Wolf Büntig, Gründer und Leiter der ZIST Akademie für Psychotherapie. In der „ZIST POST“ von September 2017 berührte mich folgender Text:
„Wir können die Dinge nicht immer ändern, aber wir können unsere Haltung gegenüber den Dingen ändern“ soll der antike Philosoph Epiktet (aus der Philosophenschule der Stoa, 50-138 n.Chr.) zu seinen Schülern gesagt haben. Das leuchtet ein, denn weil wir beispielsweise mit unserer Kindheit hadern, lässt sie sich – sie ist Vergangenheit – dennoch nicht ändern. Und eine andere Haltung zu entwickeln gegenüber schwierigen, belastenden Ereignissen in unserer Kindheit oder gegenüber schmerzhaften Schicksalsschlägen oder gegenüber dem Verlust eines geliebten Menschen… bedarf einer tiefen Akzeptanz der Realität. Diese tiefe Akzeptanz erst macht Veränderung möglich, kann dazu beitragen, dass wir uns selbst aus immer wiederkehrenden, schmerzenden, uns selbst bestrafenden Mustern entlassen, befreien und heilen. Wir ändern unsere Haltung. Das ist so einfach, wie es klingt und dennoch schwierig, denn wer will schon akzeptieren, was er nie so erleben wollte. Unsere individuellen Abwehrmechanismen stehen dem entgegen.
Erst wenn wir unsere eigenen Abwehrmechanismen kennen lernen und so der Akzeptanz unseres Lebens, so wie es war und wie es ist, ein wenig näher kommen, entsteht Raum für das Leben unseres individuellen Potenzials. (Soweit der Kommentar von ZIST.)
Hinschauen hilft. Unsere Vergangenheit lehrt uns so vieles. Um es mit den Worten des schon lange verstorbenen Kardinal Döpfner auszudrücken: „Erst wenn wir uns dem Dunkel stellen, wird uns der Schritt ins Licht geschenkt.“ Wenn wir heilen und unser Potenzial endlich ausschöpfen wollen, kann uns der Gedanke von Wolf Büntig helfen: „Alles was war, ist genau so gewesen.“
In diesem Satz ruht ein tiefes Einverständnis mit all dem, was war. Denn nichts können wir an den Dingen ändern. Wir können aber unsere Haltung gegenüber den Dingen verändern.
In herzlicher Verbundenheit
Georg Rupp
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Jeder Mensch hat die Freiheit, immer wieder neu beginnen zu können, selbst wenn es schmerzhaft ist.
Clemens Sedmak, Philosoph und TheologeDu kannst die Wellen nicht anhalten, aber Du kannst lernen, zu surfen.
Joseph Goldstein, amerikanischer MeditationslehrerMan entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.
André Gide, französischer Schriftsteller, 1869-1951Haben Sie den Mut, sich ins Leben zu stürzen, Risiken einzugehen, Rückschläge einzustecken, in dem Wissen, dass Sie dem Spiel der Gegensätze ausgesetzt sein werden – also Erfolg und Scheitern, Glück und Unglück, Lob und Tadel.
Arnaud Desjardins, 1925-2011Der spätere südafrikanische Präsident Nelson Mandela saß während der Apartheid 27 Jahre und 3 Monate auf der berüchtigten Insel Robben Island im Gefängnis. Nach seiner Befreiung sprach ein Journalist zu ihm und sagte mitfühlend: „Sie haben 27 Jahres Ihres Lebens verloren.“ – „Nein, mein Freund“, antwortete Nelson Mandela lächelnd, „ich habe mich 27 Jahre auf das Leben vorbereitet.“
Hundert Mal am Tag kannst Du das wichtigste Wort sagen, das absolute Geheimniswort: Danke! Dann bist Du aus Deinem Denken heraus, dass Dein Leben nicht in Ordnung ist.
LebensregelDie wichtigsten Dinge in unserem Leben sind nichts Außerordentliches oder Großartiges. Es sind jene Momente, in denen wir uns von einem anderen angerührt fühlen.
Jack Kornfield, buddhistischer LehrerSolange es das Staunen gibt, feiert die Banalität keine Triumphe.
André Heller, österreichischer Aktionskünstler, Autor und KulturmanagerWerde wieder wie ein staunendes Kind, das die Welt entdeckt – jeden Augenblick neu.
Tibetisches SprichwortWenn ich mich auf meinen inneren Kern zentriere, bleibt die Zeit stehen – und tausend Sonnen lächeln mir zu. Ist das Glück?
Georg Rupp -
Es gibt eine ganze Zahl von Menschen, die glauben, das Leben müsse ihnen Tag für Tag etwas Besonderes bieten, sie seien die Auserwählten. Ich nenne es das „Rote-Rosen-Syndrom“. Das ist keine wissenschaftliche Bezeichnung – die medizinische Beschreibung lautet: „Narzisstische Persönlichkeitsstörung“, und sie hat Krankheitswert.
Diese ungesunde Haltung hat mit einem Auswuchs der Liebe zu tun, nämlich mit der sich selbst überhöhenden, ich-bezogenen, narzisstischen Eigenliebe. Narzissten stehen im Spiegelsaal und sehen von allen Seiten nur sich selbst. Der Weg zur wirklichen Selbstliebe setzt jedoch den Abschied vom Narzissmus voraus.
Der Kölner Objektkünstler Victor Bonato gestaltete ein Kunstwerk, auf dessen Marmorsockel ein großer, hoher Spiegel angebracht war. Nur wurde der Spiegel „falsch herum“ aufgehangen: Die Spiegelseite zur Rückwand, die blinde Rückseite nach vorne, zum Betrachter hin. Dieser Spiegel lässt im wahrsten Sinne des Wortes kein Spiegelbild zu. Nichts und niemand kann sich in ihm spiegeln. Bonato nennt das Werk: „Abschied des Narziss“.
Für mich soll’s rote Rosen regnen? Die Weisheit liegt in der Beschränkung. Vielleicht sollten Narzissten sich auch einmal die Kehrseite der Medaille zu Herzen nehmen, nämlich:
„LIEBE DEINEN NÄCHSTEN… wie Dich selbst.“
In herzlicher Verbundenheit
Georg Rupp
Aus: Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben“ – Dr. phil. Georg Rupp (Macht Sinn GbR, 1. Aufl. 2004, ISBN 978-3938270028, Preis 29,80 €)
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Teil 2.
Stell Dir vor: Ein kleines Boot liegt fest vertäut am eigenen Strand. Aber wie kannst Du damit in See stechen? Wie vorankommen? Und vor allem: Wohin?
Die Idee des Klienten ist häufig so: Es möge doch bitte der Therapeut, der Trainer, der Ratgeber, der väterliche Freund dafür sorgen, dass sich hier etwas Entscheidendes ändert. Fast kann ich den inneren Dialog meines Gegenübers hören, der sagt:
„Lieber Therapeut, Du kennst Dich doch aus in der Welt und auf hoher See. Kannst Du nicht über das Meer zu einer Insel, einem Strand segeln, der viel schöner ist als der meine? Weißt Du, ich habe an meinem alten Strand zwar auch ein Boot liegen, aber ich traue mir den Weg über das Meer nicht zu.
Kannst Du mir nicht einen wunderschönen Strand aussuchen für meine neue, angstfreie, selbstbewusste und allseits beliebte Persönlichkeit? Am liebsten wäre mir, Du würdest – wie von Zauberhand – den feinen, neuen Strand über das weite Meer zu meinen alten Ufer treiben. Und dann würde ich das neue Ufer so richtig begehen, erfühlen, durchwandern, erproben…
Und wenn es dann wirklich wesentlich schöner ist als der alte Strand – ja, dann lasse ich das Tau vom alten Ufer los und bin glücklich über das Geschenk einer neu gewonnenen Persönlichkeit…“
Jedoch – wertvoller ist die Wirklichkeit…
Der Therapeut, der Trainer, der väterliche Freund – sie können Dir Navigationsinstrumente zur Verfügung stellen. Aber Dich aufmachen und rudern, das musst Du selbst.
Ohne Eigenverantwortung gibt es keinen Passagierschein für den neuen Strand. Die Selbstverantwortung beim Fällen von Entscheidungen gibt uns den Mut zum Aufbruch. Zum Auf-Brechen von alten verbrauchten Strukturen, zum Loslassen, zum Weitergehen… zur endgültigen Hinwendung auf das Neue.
Das Neue macht Angst – daran ist es leicht zu erkennen. Aber nur, wenn Du Dich dem Neuen öffnest, dann hast Du auch die Chance, neue Wege zu finden, auf denen Freude, Erfüllung und Glück möglich werden.
In herzlicher Verbundenheit
Georg Rupp
Aus: Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben“ – Dr. phil. Georg Rupp (Macht Sinn GbR, 1. Aufl. 2004, ISBN 978-3938270028, Preis 29,80 €)
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Teil 1.
Die Komfortzone, die Bequemlichkeitsfalle, besitzt große Macht. Sich nicht zu verändern, ist ja in aller Regel bequemer und weniger anstrengend. Auf jeden Fall aber sicherer.
Wenn man keine Entscheidungen trifft, geht die Fehlerquote gegen Null. Meint man. Glaubt man. Hofft man. Doch gerade Menschen, die sich nicht bewusst entscheiden, fühlen sich oft hin- und hergerissen.
Wer kann denn wissen, ob eine Persönlichkeitsveränderung wirklich Wachstum bedeutet oder Abbau nach sich zieht? Ob sie mich bereichert und wirklich freier macht? Oder scheitern lässt?
Viele Menschen haben ihre Leichen im Keller. Aber der Keller ist vertraut. Wer kann sich sicher sein, dass in einem neuen Keller nicht noch mehr Unrat liegt? So habe ich ja wenigstens den Spatz in der Hand…
Deshalb handeln eine ganze Reihe von Menschen nach der Devise: Lehre mich schwimmen, aber mach mich bitte nicht nass!
In psychotherapeutischen Sitzungen spreche ich häufig von folgendem Bild: Stell Dir vor, die Persönlichkeit des Menschen wäre wie ein großer, langer Sandstrand. Dieser Strand hat sich allerdings im Laufe der Jahre und Jahrzehnte verändert, verfärbt, hat sich vermengt mit Schlick und Teerflecken, mit Algen und Dreck.
Hier lässt sich nicht mehr genussvoll in der Sonne aalen, kein feiner Sand rieselt durch die Finger, das Barfußlaufen macht kaum noch Spaß… Dieser Strand ist also keine unberührte, vollkommene Daseinsform. Kein Karibik-Strand, keine Blaue Lagune…
So möchte man es nicht mehr haben. So möchte man nicht mehr leben.
Wie geht es weiter? Teil 2 folgt
In herzlicher Verbundenheit
Georg Rupp
Aus: Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben“ – Dr. phil. Georg Rupp (Macht Sinn GbR, 1. Aufl. 2004, ISBN 978-3938270028, Preis 29,80 €)
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Es waren die Mystiker, die die Frage stellten: Wie lang ist der Weg des Lebens?
Solange mir das Leben geschenkt wird?
Von der Geburt bis zum Tod?
Vom Urknall bis zum Ende der Zeit?
Von Augenblick zu Augenblick?Ihre Antwort darauf ist so einfach wie tiefgründig:
„Der Weg des Lebens ist 30 Zentimeter lang. –
Er reicht vom Kopf ins Herz.“Lassen wir unser Herz aufgehen und wagen wir mehr Liebe.
In herzlicher Verbundenheit
Georg Rupp
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