Was hilft uns? Liebe und Vertrauen.
Manchmal habe ich den Eindruck: Es gibt mehr Irre auf der Welt, als die Welt vertragen kann. Und sie regieren heute und spielen „König“ nach eigenen Regeln. Großmannssüchte, menschenverachtende Ideologien, Unterdrückungsphantasien …
Ehrlich gesagt: Ich hatte mir das alles ganz anders vorgestellt. Corona war für die meisten von uns ein Schock. Nicht nur aus Angst vor Ansteckung. Sondern auch wegen der unmenschlichen Auswirkungen: Wir durften Sterbenden nicht die Hand halten, sie noch nicht einmal berühren. Wir mussten uns isolieren und von Kontakten fernhalten.
Dabei sind Berührungen das Wichtigste, was wir Menschen uns schenken können. Nähe. Und Vertrautheit.
Vertrauen hatten auch die buddhistischen Mönche, die auf ihrem „Walk for Peace“, ihrer Friedenswallfahrt von Oktober 25 bis Februar 26 zu Fuß von Texas bis zum Weißen Haus in Washington pilgerten. 3700 Kilometer in 108 Tagen. Für Frieden, Mitgefühl und Gewaltlosigkeit in einer polarisierten Welt. Die mediale Aufmerksamkeit für ihre Friedensaktion war enorm.
Es mag naiv klingen: Auch unsere kleine, leise Stimme kann viel bewegen, wenn sie aus unseren Herzen kommt. Eine ehrliche Antwort auf die marktschreierischen Egoisten. Eine Wahrhaftigkeit, eine Aufrichtigkeit gegen die Verdrehung von Tatsachen. Ein stiller, klarer Widerstand gegen jede Form von Führerschafts- und Gockelgehabe weltweit.
Wenn wir an die Macht der Liebe glauben, erkennen wir die falschen Töne der Rattenfänger. Wenn wir die Kraft der Liebe leben, werden wir vom Vertrauen in die Weisheit des Guten geschützt. Wenn wir die Kraft der Liebe weiterreichen, teilen wir Vertrauen, Mut und Freude mit den anderen.
Ich glaube an die Kraft der Worte. An den Mut der Herzen. Und an die Sehnsucht der Menschen nach dem Verbindenden, dem Guten und dem Schönen.
Er ist immer noch zielführend, der alte Spruch aus Hippie-Zeiten: „Make love not war.“ Wer liebt, will keinen Krieg.
Wir könnten alleine aufbrechen zu einem eigenen „Walk for Peace“.
Wir könnten ein Schild vor uns hertragen mit der Aufschrift: „Keine Macht den Autokraten“.
Wir könnten uns aber auch mit Menschen treffen, die bereit sind, Gutes für diese Welt zu tun. Und wir könnten gemeinsam meditieren und Liebe in diese Welt senden. Nichts außer Liebe und Vertrauen. In diese komplizierte, leidende, chaotische Welt hinein.
Vielleicht können wir alle ja mehr bewegen als gedacht. Denn Liebe vermehrt sich, wenn wir sie teilen.
In herzlicher Verbundenheit
Ihr Georg Rupp
