Über Brücken und Fähren — Teil 1
Wie oft habe ich an dieser Stelle schon von Übergängen geschrieben. Vom Abschied und Neubeginn. Vom Loslassen des Alten und vom ersten Willkommensgruß an das Neue. Von den alten Ufern des Lebens – und dem Boot, das zu einem Abenteuer aufbricht.
Jetzt ist es wieder soweit. Das alte Jahr hat sich verabschiedet. Ein neues, unbekanntes, jungfräuliches Jahr liegt vor uns.
Hast Du nicht auch das Gefühl: Gut, dass die alten 365 Tage vorbei sind?! Wie viele Ereignisse haben uns den letzten Nerv gekostet? Wie viel Elend, wie viele Kriege gab es auf der Welt! Wie viele Menschen haben sich unwürdig und despotisch verhalten! – Alles richtig. Und alles belastend.
Das Problem ist allerdings: Vom neuen Jahr nur Gutes zu erhoffen, wird nicht gelingen. Wir kommen nicht daran vorbei: Nur wenn wir den Blick auf die Schönheit des Alltäglichen richten, werden wir auch in den kommenden 365 Tagen die kleinen Wunder des Alltags erfahren.
Deshalb jetzt der „Dreh“: Der Augenblick zählt. Und nur der Augenblick.
Ich möchte Euch heute von Brücken und Fähren berichten. Wir reden ja oft von „Brückentagen“ Sie eignen sich vor allem, um mit einem Urlaubstag zwei oder drei weitere in Anspruch nehmen zu können.
Auch Silvester können wir als „Brücke“ ins neue Jahr bezeichnen.
Wozu Brücken gut sind? Brücken helfen uns ganz bequem, zum anderen Ufer zu gelangen. Sie sind für eine schnelle Verbindung gedacht – und gemacht.
Brücken werden über Rinnsäle gebaut, vor allem aber über breite Ströme. Und über unruhiges, quirliges Gewässer. Davon sangen schon Simon & Garfunkel in ihrem Welthit: „Bridge Over Troubled Water“ von 1970.
Es gibt aber auch Flussabschnitte, an denen Brücken fehlen. Dann steht uns hoffentlich eine Fähre zur Verfügung, um den Fluss zu überqueren.
Auch über die Fähren des Lebens wurden schon etliche Lieder gesungen und Weltliteratur geschrieben.
Wird fortgesetzt
In herzlicher Verbundenheit
Ihr Georg Rupp
