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Mit heiteren Grüßen

Teil 2

Im „Lebensfreude-Kalender“ aus dem PAL-Verlag in München las ich eine Überschrift, die lautete: „Bula, Bula, Bula“. Das macht ja schon mal neugierig. Unter diesem Titel war zu lesen, dass viele Bewohner der Fidschi-Inseln fröhlicher sind als wir. Freunde begrüßen sie mit den Worten: „Bula, Bula, Bula“. Was so viel heißt wie: „Sei willkommen, sei glücklich, wir lieben dich.“ 

In Reiseberichten ist häufig von ihrer Herzlichkeit die Rede. Natürlich sind die Fidschis mehr als nur „Bula, Bula“. Aber ich frage mich schon, woher diese Lebensfreude kommt.

Kann ein Grund ihre Einstellung dem Leben gegenüber sein? Wenn man Fidschianer fragt, was der Sinn des Lebens ist, antworten viele: „Glücklich sein, was sonst?“ Ist das Leben nicht ein Fest, eine vergnügliche Reise, ein Geschenk Gottes?!

Wenn etwas nicht so läuft, wie es sollte, trösten sie sich: Das geht vorüber, das ändert sich , damit werden wir fertig. Und weil alles vorübergeht und viele im Vertrauen leben, damit fertig zu werden, machen sie sich auch insgesamt viel weniger Sorgen als wir in unserem „Bedenkenträgerland“.

Nochmal zum Anfang zurück: Voltaire und die Menschen der Fidschi-Inseln haben mich zum Schmunzeln gebracht. Und auf einmal fand ich meine Grußform in Briefen nicht mehr so passend. „Mit freundlichen Grüßen“ ist freundlich, ja, aber irgendwie floskelhaft geworden. Wenn mir danach ist, schreibe ich jetzt: „Heitere Grüße!“ Das macht mein Herz leicht und zieht meine Mundwinkel nach oben. 

Wenn wir uns entschlossen haben, glücklich zu sein – stünde uns allen dann ein Lächeln nicht gut zu Gesicht? 

Einen schönen Tag noch. Und: Heitere Grüße!

In herzlicher Verbundenheit

Ihr Georg Rupp