Die Überschrift stammt nicht von mir. Ich habe sie vor längerer Zeit irgendwo gelesen. Aber … passt doch, oder?
Es lohnt sich, um die Liebe zu kämpfen. Mit Mut und Zuversicht. Denn wie sagte schon Ricarda Huch (1864-1947), die deutsche Philosophin: „Liebe ist das einzige, was wächst, wenn wir es verschwenden.“
Denkst Du auch vor allem an Dein Herz, wenn Du von Liebe sprichst? Das liegt nahe. Denn das Herz gilt in den meisten Weisheitslehren als Zentrum der körperlich-seelischen Energien.
Aber was hat es mit dem Mut auf sich? Was hat das Herz, was hat die Liebe mit Mut zu tun?
„Herz“ steckt im Wort „courage“ (englisch / französisch), das wir mit „Mut“ übersetzen. Mut bedeutet also auch, eine Idee, ein Ziel zu haben – und zu lieben. Sein Herzblut dafür zu geben. „Liebe und ein gebildeter Geist sind also Kern des mutigen Handeln von Menschen“, schreibt Fulbert Steffensky, Religionspädagoge.
Als Marie (Name geändert) nach vielen Enttäuschungen in ihren bisherigen Partnerschaften eine neue, liebende Beziehung für sich schon abgeschrieben hatte, entdeckte sie auf einer sogenannten „Geh-Meditation“ (langsames, beseeltes Schreiten in der Natur) mehrere hoffnungsvolle Zeichen, die sie zur Umkehr bewogen. Es brauchte sehr viel Mut, ihr verschlossenes Herz wieder zu öffnen. Aber es gelang in dem Moment, als sie über ihre Zweifel hinauswuchs. So fand sie erneut den „Mut zur Liebe“.
Dazu brauchte Marie – so wie auch Du – keine kompetente Abhandlung über die Liebe zu lesen. Die Freude in der Natur war ihr größter Heiler. Sie nutzte den Augenblick, in dem ihr klar wurde, dass Liebe nie theoretisch ist, sondern nur gelebt werden kann. Mit allen Erfahrungen, die dazugehören. Nur so, mit diesem Mut, dienen wir ihr am besten.
Wenn Du offen für die Liebe bist, findest Du in der folgenden Meditation vielleicht noch ein paar Samenkörner, die in Dir aufgehen können. Mit diesem Text wurde ich vor über zwanzig Jahren in einer eigenen Meditation beschenkt. Eine Offenbarung, für die ich bis heute sehr dankbar bin.
Die Sprache der Liebe
Das Herz spricht leise, aber tausendfach intensiver als die Stimme,
die Du kennst und täglich in Deinen Gesprächen gebrauchst.
Die Stimme des Herzens kann wie Feuer sein, wie eine Glut,
ein zündender Funke.
Sie ist Zustimmung und Zuneigung.
Die Sprache des Herzens ist die Sprache der Liebe.
Sie führt Dich in eine unermessliche Tiefe, in das Heil Deiner Seele.
In die raum- und zeitlose Erfahrung Deiner Selbst.
Die Sprache der Liebe kennt keine Begriffe wie Angst und Furcht.
Sie urteilt und verurteilt nicht.
Sie schöpft aus der Überfülle des Lebens.
Sie ist die engste Verbindung zu Gott.
Sie ist der vollständige Einklang mit sich selbst, mit dem Anderen,
mit der Natur und allen Elementen.
Das Eins-sein mit der göttlichen Schwingung.
In der Sprache des Herzens und der Liebe gibt es keine Fragen.
Und es gibt keine Antworten.
Es gibt nur eins: Das Hier und das Jetzt.
Ich bin.
Die Stimme der Liebe ist fraglos, geräuschlos – und doch so machtvoll.
Sie drängt sich nicht auf.
Besitzt andere nicht und gibt sich selbst nicht auf.
Sie ist unangreifbar und führt keinen Kampf.
Sie hadert nicht, sie überhöht und unterwirft sich nicht.
Sie ist.
Die Sprache der Liebe beansprucht nicht.
Sie ist der Ausdruck reiner Seelentiefe und Harmonie.
Eine Stimme tiefster Gewissheit: Alles ist eins.
Es gibt keine Trennung.
Weder zwischen Körper, Geist und Seele,
noch zwischen Mensch und Mensch, Mensch und Natur,
Mensch und Gott.
In der Sprache der Liebe ist alles verborgen – und liegt alles offen.
Wer die Stimme der Liebe wiederentdeckt,
hat das Labyrinth seines Lebens durchschritten.
Er ist zum Zentrum zurückgekehrt.
In herzlicher Verbundenheit
Ihr Georg Rupp
